Machtzeichen

Jan Distelmeyer: Machtzeichen. Anordnungen des Computers (2017)

Die Allgegenwart des Computers, die derzeit mit Schlagwörten wie „Ubiquitous Computing“, „Internet der Dinge“ und „Industrie 4.0“ angerufen wird, ist grundsätzlich mit Regulierungsansprüchen und Fragen der Verfügung verbunden – mit dem Wunsch nach und der Angst vor Kontrolle. Einsichten der fortschreitenden Kybernetisierung: Wie Kontrolle durch und über Computertechnologie zu gewinnen ist, steht im Zentrum der Debatten. Zur Euphorie der sogenannten digitalen Revolution hat sich in den letzten Jahren eine Skepsis gesellt, die gleichwohl wenig an der Begegnung und dem Umgang mit alltäglicher Computertechnologie – vom PC über Laptop und Tablet bis zu Smartphones und (in Menschen und Dinge) eingebettete Software – zu ändern scheint. Eben diese Begegnung steht im Zentrum dieses Buches, das nach Erscheinungsformen des Computers und der damit nahegelegten Idee der Mensch- Maschine-Verhältnisse fragt.

Was sind das für Formen des Verfügens? In welchem Verhältnis stehen Erscheinungsformen und Bedingungen des Computers? Wie vermitteln Interfaces – Schnittstellen zwischen Hardware, Software und Mensch – unsere Beziehung zum Computer als Medium und Machtmaschine? Was für Welt- und Leitbilder inszenieren alltägliche Interfaces als Gebrauchsoberflächen zum „Tippen, Wischen, Drücken, Klicken“? Und was tragen aktuelle Debatten um die „Vierte industrielle Revolution“, „Ubiquitous Computing“ und die „Post-Snowden-Ära“ dazu bei?

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Jan Distelmeyer ist Professor für Mediengeschichte und -theorie im Kooperationsstudiengang Europäische Medienwissenschaft der Fachhochschule Potsdam und Universität Potsdam. Publikationen u.a.: »Autor – Macht – Geschichte« (2005); »Game Over?! Perspektiven des Computerspiels« (2008; Hg. mit Christine Hanke und Dieter Mersch); »Raumdeutung. Zur Wiederkehr des 3D-Films« (2012; Hg. mit Lisa Andergassen und Nora Werdich), »Das flexible Kino. Ästhetik und Dispositiv der DVD & Blu-ray« (2012), »Katastrophe und Kapitalismus. Phantasien des Untergangs« (2013).

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