Publikationen

Sammelband „Gehäuse: Mediale Einkapselungen“ erschienen

Christina Bartz, Timo Kaerlein, Monique Miggelbrink, Christoph Neubert (Hg.): Gehäuse: Mediale Einkapselungen

Erst das Gehäuse macht aus einem technischen Apparat ein Objekt, das sich gestalten und im Alltag gebrauchen lässt. Ausgehend von dieser Beobachtung diskutiert der Band das Gehäuse als Medium.
In den Medien- und Kulturwissenschaften sind der Funktionalität und dem historischen Wandel von Gehäusen bislang nur am Rande Aufmerksamkeit gewidmet worden. Eher ist es üblich, Gehäuse als sukzessiv abzutragende Hüllen und Blenden zu verstehen, die den Blick auf das entscheidende Innere gerade verstellen. Damit wird das Gehäuse zur systematischen Leerstelle im Diskurs. Der Band unternimmt eine erste kulturwissenschaftliche Annäherung an Gehäuse in Technik, Architektur, Design und Kunst. Ziel ist es, die Medialität von Gehäusen zu analysieren, ohne dabei einer einfachen Dichotomie von Innen und Außen, Oberfläche und Tiefe zu folgen.

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Machtzeichen

Jan Distelmeyer: Machtzeichen. Anordnungen des Computers (2017)

Die Allgegenwart des Computers, die derzeit mit Schlagwörten wie „Ubiquitous Computing“, „Internet der Dinge“ und „Industrie 4.0“ angerufen wird, ist grundsätzlich mit Regulierungsansprüchen und Fragen der Verfügung verbunden – mit dem Wunsch nach und der Angst vor Kontrolle. Einsichten der fortschreitenden Kybernetisierung: Wie Kontrolle durch und über Computertechnologie zu gewinnen ist, steht im Zentrum der Debatten. Zur Euphorie der sogenannten digitalen Revolution hat sich in den letzten Jahren eine Skepsis gesellt, die gleichwohl wenig an der Begegnung und dem Umgang mit alltäglicher Computertechnologie – vom PC über Laptop und Tablet bis zu Smartphones und (in Menschen und Dinge) eingebettete Software – zu ändern scheint. Eben diese Begegnung steht im Zentrum dieses Buches, das nach Erscheinungsformen des Computers und der damit nahegelegten Idee der Mensch- Maschine-Verhältnisse fragt. (mehr …)

Interface Critique

The anthology Interface Critique is an attempt to interrogate apparatuses and applications. How can we examine the dissolving intersections between human and machine? How can we comprehend the contexts and conditions of their production? Where and how do these interfaces govern and guide us? How do they shape our perception of our surroundings and of our world? And what significance could the interface have in the context of current technological, social and economical developments?

The book discusses the interface as a dynamic cultural phenomenon, opening up a multidisciplinary discourse ranging from engineering and coding to design and communications, from digital humanities and philosophy to media studies and literature. (mehr …)